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Freitag

Startschuss zum zweiten Ausbildungswochenende im Trainer C Lehrgang Breitensport Sporttauchen / Apnoetauchen. Der Winter hat Bayern sicher im Griff. Der Schnee türmt sich links und rechts der Straßen. Und wieder trifft sich die Anwärtergruppe gut vorbereitet und austrainiert nach der Weihnachtspause mit dem motivierten Ausbilderteam im Hotel „Am Kamin“ in Kaufbeuren.
Frisch gestärkt vom Abendessen, gings schon gleich los in die nächste Ausbildungseinheit über das „Lernen“ mit Manni. Was ist das „Üben“ denn überhaupt und wie zerlegt man „Üben“ in seine verschiedenen Bestandteile. Hier wird uns auch gleich das VDST-Credo eingebläut: Üben, bis man es sicher beherrscht!

Mit den am nächsten Morgen anstehenden Leistungsabnahmen im Kopf geht es dann zum abendlichen Ausklang bei Wasser, Saft und vielleicht dem ein oder anderen Glas Wein oder Bier.

Samstag

Der Samstag beginnt, wie bisher jeder Tag während der Ausbildung, mit einem ungläubigen Blick auf den Wecker: 6 Uhr früh! Als wäre das nicht schon schlimm genug, ist der nächste Gedanke: „Um 7 Uhr sollen wir mit einsatzfähigem DTG am Wasser stehen“. Also raus aus dem Bett und die kurze Zeit genutzt um einen viel zu heißen Kaffee in sich hineinzuschütten. Danach Mitfahrer einsammeln und dann geht es durch das tief verschneite Kaufbeuren zum Schwimmbad.

Dort trifft man dann schon auf gut gelaunte Ausbilder. Ob die das wohl mit Absicht machen? Apropos Ausbilder: an diesem Samstag dürfen wir auch erstmals Christopher Popp im Ausbildungsteam begrüßen.
Bevor es aber mit DTG ins Wasser geht, stehen noch die ABC Abnahmen an. Eine Minute Zeittauchen, 50 m Streckentauchen und 500 m schwimmen in 10 Minuten sind durchaus machbar. Naja, für fast alle machbar. Ein Anwärter war bei der einen Minute Zeittauchen so entspannt, dass er noch unter Wasser einen tiefen Atem-Wasserzug nahm. Ein wenig Husten und ein zweiter Versuch brachte dann ein sehr viel besseres Ergebnis. Bewundernde Blicke gibt es von den DTG-lern wenn die APNOE-Trainer-C-Anwärter vier mal 50 m tauchen und dazwischen nur 45 Sekunden zum Luft holen haben.
Auf die Abnahmen folgt dann eine entspanntere Ausbildungseinheit mit DTG bzw. eine zusätzliche Apnoeeinheit bei den zukünftigen Apnoetrainern.

Nach dem nun endlich ausgiebigen Frühstück starten wir in getrennten Gruppen, DTG und Apnoe, in den Theorievormittag. Bei den DTG-lern erzählt uns Axel alles über die Ausrüstungskonfiguration und Volker darf mit seiner Apnoe-Truppe gleich rechts hinter der Bar die Theorieeinheit abhalten.

Der Nachmittag steht dann ganz im Zeichen der „Ausgleichssportarten“. 90 Minuten sind dafür angesetzt und die Erzählungen der Ausbilder und ehemaligen Anwärtern lassen einen sehr anstrengenden Nachmittag erwarten. So geht’s also auf zur Beethovenschule und dort sofort in die Turnhalle. Jo, unser Instruktor, erwartet uns hier schon hoch motiviert. Und was soll ich sagen, alle vorherigen Geschichten sind wahr und tendenziell untertrieben. 45 Minuten Kampfsport-Pilates, gefolgt von weiteren 45 Minuten STRONG – gehört in den Bereich ZUMBA – bringen uns motorisch und vor allem konditionell weit über unsere Grenzen hinaus. Die Anzahl an Sidekicks, Burpees, Boxeinlagen, Ausfallschritten, choreografierten Schrittfolgen … und anderen Folterinstrumenten, deren Namen ich mir nicht einmal merken konnte ist schier endlos. Einzig der Gedanke an eine schöne warme Dusche am Ende des Trainings hält uns noch halbwegs bei Atem. Wie könnte es aber anders sein, auch diese bleibt uns verwehrt. Heißes Wasser, leider Fehlanzeige. Es ist auch faszinierend, wie kalt das kalte Wasser in Kaufbeuren ist.

Am Abend geht’s dann zur letzten Theorieeinheit wieder in den dritten Stock, was dem ein oder anderen plötzlich gar nicht mehr so leicht fällt. Der Aufzug ist ja tabu, zumindest für die Personenbeförderung.

Sonntag

Wie schnell doch die Zeit vergeht….
Hochmotiviert verbringen wir eine super Apnoe-Trainingseinheit im Schwimmbad.
Ich als DTG Taucher bin natürlich schon gespannt wie man ganz relaxt durchs
Becken gleiten kann. Hat doch Volker uns am Vortag versprochen, dass dies so sein wird.

Zitat Volker: “Die ersten 9 Monate unseres Lebens war jeder Apnoetaucher.”

Ergänzung Ausbildungsgruppe: “Mit externer Luftversorgung.”

So sind wir also in 5er Gruppen aufgeteilt. Wobei jeweils ein Apnoist sein Wissen an uns DTG’ler weitergibt. Und die machen das echt gut. Und nach etwas Übung, ausgestattet mit der richtigen Menge Blei, gleitet nun jeder mühelos durch das Becken.
Wer es benötigt, bekommt Halsblei.
Die zweite Stunde der Trainingseinheit findet nun im kleinen Schwimmbecken statt. Es geht ums statische Zeittauchen. Nachdem Volker eine Einweisung in die richtige Atemtechnik gegeben hat, kann wieder in den Gruppen geübt werden. Mit Leichtigkeit schafft jeder die 60s. Es kommt die Frage auf, warum wir gestern so viel Stress bei unseren Abnahmen hatten. Leider ist um 9 Uhr die schöne Zeit im Bad wieder vorbei. Jetzt noch das DTG schnappen und ab zum Frühstück. Training macht hungrig.

Danach starten wir zu einer Theorieeinheit Apnoe. Wir lassen die Übungen aus dem Bad noch einmal Revue passieren und bedauern, dass die Zeit so schnell vergeht. Volker fasst dies in einem Zitat zusammen, das eigentlich für die ganze Ausbildung gilt: “Wasserzeit ist heilig”. Und damit ist auch die Apnoe Theorieeinheit zu Ende.

Nach einer kurzen Pause geht es weiter mit Grundlagen der Vermittlung. Konkret geht Manni sehr ausführlich auf die Lehrprobe ein. Die Ausführungen werden nur durch die Mittagspause unterbrochen. Das Fazit ist, mit der richtigen Vorbereitung und dem korrekten Medieneinsatz sollte es eigentlich jeder schaffen. Am Ende bekommen wir noch ein paar Hinweise zur TL* Ausbildung. Hier haben sich ein paar Änderungen ergeben, die allesamt auf der VDST Homepage veröffentlicht werden. Und um 15 Uhr ist es dann zu Ende, unser zweites Wochenende in Kaufbeuren.

Wir freuen uns darauf, dass es weitergeht.

PS: Mir fällt übrigens auf, dass auch außerhalb des Tagungshotels die Fahrstühle alle kaputt sind.

Noch ein paar Zitate:

Manni: “Nach 45 min bitte mit Gegenständen bewerfen” (zum Thema pünktliche Mittagspause) – er hätte es nicht sagen sollen!

Manni zum Thema Lernen: “Was macht man als Pensionär -> Mondscheinvasentöpfern auf Lanzarote”

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Freitag, 23.11.2017

Google Maps führte uns alle ins wunderschöne Kaufbeuren zur diesjährigen Trainer-C Ausbildung.
“Uns”, das sind 22 hoffnungsvolle Aspiranten (im Training auch gerne mal Transpiranten) aus ganz Bayern, die in diesem Jahr den Trainer-C machen wollen werden!
Die heterogene Zusammensetzung der Gruppe lässt sicher keine Langeweile aufkommen. Wir haben Jung und Alt, Apnoe- und Gerätetaucher, Männlein und Weiblein, verschiedenste Herkunftsvereine.
Begrüßt wurden wir ganz herzlich von Axel, unserem Chef-Ausbilder und Manni, dem Ausbildungsleiter des BLTV und dem Ausbilderteam (Anderl, Ralf, Klaus).
Apropos wunderschönes Kaufbeuren: Manni hat uns gleich versprochen, eine Geschichtsstunde mit anschließender Stadtführung zu machen.
Einziges Manko hier im ansonsten sehr schönen Hotel “am Kamin” ist, dass der Aufzug wohl defekt ist.


Merkwürdigerweise funktioniert der Aufzug für Gepäck oder andere Gäste (Foto Gerhard Zahner)

Samstag, 24.11.2017

Unter dem Motto “Morgenstund ist aller Laster Anfang” ging es nach wunderschöner und halluzinatorischer Morgenmusik zu nachtschlafender Zeit (es ist übrigens noch nicht hell um 7 Uhr) in unser aller Lieblingselement ins Kaufbeurer Schwimmbad. Dort der erste Schock: Schwimmen OHNE! Flossen. War aber dann gar nicht so schlimm, sondern sehr lehrreich – speziell der Perspektivenwechsel vom Schüler zum Lehrer brachte neue Erkenntnisse und sicher auch Verbesserungen des Kraul-Stils bei der Einen oder dem Anderen.
Im Schulungsraum ging es dann mit Theorie weiter. Die Themengebiete waren so spannend vorgetragen, dass viele Fragen gestellt wurden und die Zeit im Nu verflog.
Danke dafür an die Referenten
Anderl: Leistungsphysiologische Grundlagen (O-Ton “Der Arzt ist eine Mischung aus Metzger und Schlosser”)
Ralf: Recht und Haftung (“ruft mich jederzeit an”)
Klaus: Sport- und Sporttauchen in verschiedenen Alters- und Zielgruppen (viele praktische Tipps und Tricks zum korrekten Umgang mit unseren Schülern)
Axel: Grundlagen der Bewegungsausbildung (sehr anschauliche Erklärung der Methodik des Lehrens) – Wir freuen uns schon auf den Sonntag, wo Axel uns das Unterwasserkraulen zusammen mit dem Pool-Boy zeigen will.
Trotz der großen Gruppe ist die Stimmung locker und familiär. Wir profitieren alle von den sehr unterschiedlichen Erfahrungen der Teilnehmer (Apnoe, Tekkis, Gerätetaucher, …)


Harte Arbeit bei entspannter Atmosphäre (Foto Gerhard Zahner)

Sonntag, 25.11.2017

Morgens ging es wieder ab zum Schwimmbad. Dieses Mal standen Sprünge, Abtauchen und Nase-Wasser Reflex auf dem Lehrplan. Highlight war aber eindeutig das Wissel-Training (benannt nach seinem Erfinder Klaus Wissel, einem Kameramann der Xarifa Expeditionen von Hans Hass) zum auspowern.
Nach dem Frühstück folgte noch etwas Theorie (Betrachtungen zu Altersgruppen und die Grundlagen der Vermittlung an Schüler).


Wir kommen gerne wieder (Foto Svenja Hirschhausen)

Etwas müde und erschöpft ging es dann bald nach dem Mittagessen wieder nach Hause. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im Januar

Blog von Gerhard Zahner, Markus und Svenja Hirschhausen

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