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Bayerischer Landestauchsportverband e.V. :: News

Tauchen Starnberger See

Bevor die neue Tauchsaison am Starnberger See richtig „in Schwung kommt,“ fand am vergangenen Mittwoch im Landratsamt Starnberg ein „Runder Tisch“ mit Vertretern der Rettungsorganisationen, des Landratsamtes Starnberg , der Polizei Starnberg, der Staatsanwaltschaft München II sowie des BLTV und der IG Tauchen statt.
Anlass für diesen „Runden Tisch“ waren die drei tödlichen Tauchunfälle aus dem vergangenen Jahr. Die örtliche Presse hat teilweise enormen Druck auf die Sicherheitsbehörden ausgeübt, das Tauchen in Allmannshausen zu verbieten oder noch stärker zu reglementieren.

Das Ergebnis dieser Nachtsitzung war, dass die bisherige Allgemeinverfügung in der 2008 verabschiedeten Form aufrechterhalten bleibt, jedoch die Sicherheitsbehörden, also die Polizei, das Landratsamt Starnberg sowie gesondert angeforderte Bereitschaftspolizisten nunmehr verstärkt die Einhaltung der Allgemeinverfügung überprüfen. Das Personal wird speziell geschult, um gleich erkennen zu können, ob die an der Steilwand anwesenden Taucher die Vorschriften der Allgemeinverfügung einhalten.

Der Vertreter der Staatsanwaltschaft München kündigte bei diesem Termin an, dass Verstöße gegen die Allgemeinverfügung und daraus resultierende Tauchunfälle von der Staatsanwaltschaft sehr genau geprüft werden würden.

Ferner wurde darauf hingewiesen, dass die Slipanlagen nicht zum Tauchen freigegeben sind und nicht als Ein- und Ausstieg zum Tauchen benutzt werden dürfen, da ein nicht unerhebliches Gefährdungspotential gegeben ist. Auch wiesen die Vertreter des Landratsamtes nochmals darauf hin, dass die Benutzung von Unterwasserscootern nicht erlaubt ist. Die Benutzung von Tauchscootern stellt einen genehmigungspflichtigen Tatbestand dar. Im Einvernehmen mit der Bayerischen Staatsregierung darf das Landratsamt keine Genehmigung zur Benützung der Tauchscooter erteilen.

Die Wasserschutzrettungsorganisationen wiesen zudem darauf hin, dass der Bereich bei Seeburg bei der Wasserwachtstation freigehalten werden muss, damit schnellstmöglich bei einem Notfall die dortigen Rettungsboote zu Wasser gelassen werden können. Auch ist die dort befindliche Boje beim Wasserwachthäuschen keine Orientierungs – oder Abstiegsboje für Taucher.

Axel Rimpler und Dieter Popel
  (c) BLTV • 27.06.12 • Dieter PopelDrucken