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BLTV News

Wissenschaftler bitten Taucher um Unterstützung


Eine Überschrift und zwei Fachwörter. Citizen Science kann man als Bürgerwissenschaft“ übersetzen. Es handelt sich dabei um wissenschaftliche Projekte die unter Mithilfe von interessierten Laien durchgeführt werden. Neobiota (gebietsfremde Arten) sind Arten, die sich in einem Gebiet etabliert haben, in dem sie zuvor nicht heimisch waren.
Dies kann mit oder ohne menschlicher Einflussnahme geschehen. Neobiotische Pflanzen nennt man Neophyten, die Tiere heißen folglich Neozoen. Diese gebietsfremden Arten zeichnen sich häufig durch Ihre Anpassungsfähigkeit und hohe Fortpflanzungsrate aus. Deshalb können sie sich in Ihrem neuen Lebensraum unter Umständen auch sehr schnell ausbreiten. Im Falle einer dominanten Ausbreitung mit schädlichen Auswirkungen für die heimischen Arten spricht man von einer biologischen Invasion. Ein Großteil der Neobiota verursacht in der neuen Umgebung keinerlei Schäden und lebt unbemerkt unter uns oder verschwindet schnell wieder. Einige Arten wiederum bedrohen die heimische Artenvielfalt, verursachen wirtschaftliche Schäden in Millionenhöhe oder verbreiten Krankheiten.
Ein Expertennetzwerk entwickelt Konzepte zur Prävention vor der Einwanderung und zur Kontrolle bereits vorhandener Neobiota. Um einen Überblick über diese Problematik in den Gewässern zu erhalten, sind die Wissenschaftler auf die Erfahrung und Unterstützung durch uns Taucher angewiesen. Darum startet die BLTV Umweltabteilung den Aufruf an alle Taucher sich an dieser Aktion zu beteiligen und den Fragebogen im Internet:
https://linmantis60.bsh.de/limesurvey/index.php/396939?lang=de
auszufüllen.
Ein Beispiel für Neophyten ist die Kanadische Wasserpest. Diese Pflanze stammt aus Nordamerika und wurde 1859 aus dem Berliner Botanischen Garten in einem nahe gelegenen Gewässer ngesiedelt. In nur 20 Jahren hat sie sich über ganz Mitteleuropa verbreitet. Es handelt sich nur um weibliche Pflanzen die sich durch ungeschlechtliche Vermehrung ausgebreitet haben. Aus einem abgerissenen Stück das verdriftet oder durch Vögel weiter getragen wird, kann wieder eine neue Pflanze entstehen. Bereits 1910 ist die Wasserpest in solchen Massen aufgetreten, dass an manchen Orten die Binnenschifffahrt behindert wurde. Anfang 1930 ist der Bestand wieder stark zurückgegangen. Mögliche Gründe hierfür sind natürliche Feinde wie ein Fadenwurm der den Vegetationskegel der Wasserpest befällt. Die in unseren Seen häufig vorkommende Dreikantmuschel (Zebramuschel) ist eine Neozoe. Sie ist aus Asien im laufe des 19. Jahrhunderts eingewandert. Ihre Larven wurden unter anderem durch die Schifffahrt und Sportboote verbreitet. Eine positive Auswirkung dieser Art ist Ihre Filtrationsleistung – man könnte sagen sie reinigt das Gewässer. Negativ ist Ihr Massenauftreten. Das Bayrische Landesamt für Wasserwirtschaft hat hierzu Untersuchungen am Starnberger See durchgeführt, da die Dreikantmuschel auch auf unseren heimischen Muschelarten sitzt (siehe Foto). Es stellte sich heraus das die von der Dreikantmuschel bewachsenen Großmuscheln verhungern, da Ihnen die Aufsitzenden Muscheln die Nahrung (Plankton Algen) quasi "vor der Nase" wegschnappen. Diese Beispiele zeigen deutlich wie wichtig eine Überwachung der Neobiota ist. Und wer könnte das in den Gewässern besser leisten als wir Taucher bei unseren regelmäßigen "Streifzügen" durch die Unterwasserwelt. Deshalb hoffe ich, dass sich viele von Euch an dieser Aktion beteiligen.

Euer Umweltreferent Dipl.-Biol. Uwe Scherner
Coautor: Dr. Dipl.-Biol. Nicole Heibeck
Heike Schwerdtner • 02.12.18Apnoe Workshop auf Elba
Insel Elba  
15.-22.06. 
Günther Lemberger • 02.12.18Spezialkurs Apnoe 1
Viechtach  
01.-03.02. 
Uwe Scherner • 21.11.18Süsswasser-Biologie Kurs (3)
Fridolfing  
11.-12.05. 
Uwe Scherner • 21.11.18Süsswasser-Biologie Kurs (2)
Fridolfing  
04.-05.05. 
Uwe Scherner • 21.11.18Süsswasser-Biologie Kurs (1)
Fridolfing  
27.-28.04. 
Starnberger See (Allmannshausen)  
04.-05.05. 
Fridolfing  
25.-26.05. 
Freiwillige Helfer gesucht: Moostierchen sammeln für die Forschung
Moostierchen (Bryozoen) sind kleine, glibberige Gebilde, die auf Holzpfählen und Felsen in unseren Seen leben.
Man vermutet, dass es im deutschsprachigen Raum 16-17 Arten gibt, die man nur im Herbst durch Ihre Fortpflanzungseinheiten unter dem Mikroskop bestimmen kann. Seit einigen Jahren läuft in Bayern ein DNA- Barcoding Projekt. Dabei werden von "allen" Tieren (mittlerweile über 20.000 Arten) die DNA (Erbinformation) analysiert und eindeutig dieser Art zugewiesen. Weitere Infos...

Foto:© Herbert Frei

Fisch des Jahres: Außergewöhnliches Brut- und Wanderverhalten
Der Dreistachlige Stichling ist Fisch des Jahres 2018. Gewählt wurde er vom Deutschen Angelfischerverband (DAFV) gemeinsam mit dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) und in Abstimmung mit dem Verband Deutscher Sporttaucher (VDST).

Mit dem Dreistachligen Stichling (Gasterosteus aculeatus) fällt die Wahl auf eine besondere Kleinfischart, die vor allem aufgrund ihres charakteristischen Aussehens und einzigartigen Brutverhaltens zu den bekanntesten heimischen Fischarten gehört. Der Dreistachlige Stichling ist eine von vielen Fischarten, die ein außergewöhnliches Laichverhalten zeigen. Auch jährliche Laichwanderungen gehören dazu.
 
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  • Was ist der BLTV?
  • Der BLTV ist ein eingetragener Verein und hat den Zweck, den gesamten Tauchsport zu fördern. Dies soll insbesondere durch die Unterstützung der Interessen der Tauchsportvereine und -abteilungen, die ihren Sitz innerhalb des Bundeslandes Bayern haben, erreicht werden. Der BLTV ist der Tauch-Fachverband im Bayerischen Landessport-Verband (BLSV) und Landesverband im Verband Deutscher Sporttaucher (VDST).

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